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Rutenbau

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Qualität aus Meisterhand

Als Schreinermeister und Rutenbauer lege ich größten Wert auf Qualität. Diese umfasst bei mir sowohl die Auswahl
der hochwertigsten Materialien, das Herstellungsverfahren, als auch die Verarbeitung einer gespließten Fliegenrute.

Im Folgenden stelle ich Ihnen mein Verfahren zum Bau einer gespließten Rute in fünf Schritten vor, das je nach Ausführung der gewünschten Rute zwischen 40 und 60 Stunden dauert:

Herstellen des Ruten-/Tonkin-Blanks

Für jede Rute verwende ich nur gut abgelagerten und handselektierten Tonkin-Bambus (arundinaria amabilis).
Das für die Rute ausgewählte Bambus-Rohr spalte ich von Hand in einzelne Spleiße, damit die Kraftfasern nicht unterbrochen werden. Ich bearbeite die Wachstumsknoten im Bambus und richte die Spleiße aus, bevor ich alle
Spleiße zu einem gleichseitigen Dreiecks-Streifen hoble. Diese Spleiße trockne ich in einem Ofen, um dem Bambus
die restliche Feuchtigkeit zu entziehen sowie dessen Festigkeit und Elastizität zu erhöhen. Anschließend hoble ich
die Spleiße an, um das Taper (Verjüngung) heraus zu arbeiten. Dieses bestimmt die Aktion der Rute sowie die Schnurklasse. Zuletzt werden die einzelnen Streifen mit einem zwei-Komponenten-Kleber (unter Druck) zu dem
Ruten-Blank verleimt. Ich setze dabei alle Dreiecks-Streifen, die immer aus dem selben Bambus-Rohr stammen,
wieder so zusammen, wie ich sie zu Beginn aus dem Bambus-Rohr gespalten habe.
 

Hobel            Robert Stroh

 

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Montieren der Hülsen

Nach dem Aushärten und Entfernen der Klebstoffreste kürze ich den Blank auf die gewünschte Länge.
Danach montiere ich auf den fertigen Ruten-Blank das Hülsenpaar, das aus erstklassigem Neusilber besteht
und schleife dieses von Hand ein.

Montieren des Kork-Griffs und des Rollenhalters

Den Kork-Griff für die Rute stelle ich aus eigens ausgesuchten und qualitativ hochwertigen Korkringen her
(Super Flor Grade / A+). Die Form des Griffs schleife ich individuell nach Ihren Wünschen als Kunde und
montiere diesen auf den Blank.
Anschließend montiere ich den von Ihnen ausgewählten Rollenhalter, den ich selbst herstelle (Zubehör).

Anwinden der Ringe

Ich statte die Rute mit hartverchromten Schlangenringen, einem Spitzenring sowie einem Leitring aus Tungsten-Carbide aus. Auf Wunsch verwende ich auch einen Leitring aus Achat. Für das Anwinden der Ringe benutze ich hochwertige, feinste Seide (Pearsall’s Gossamer Ø 6/0) in einer Farbe Ihrer Wahl – gerne auch mit Zierwicklungen.

 

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Lackierung der Rute

Im letzten Schritt erhält die Fliegenrute eine mehrfache Tauchlackierung, um die Oberfläche zu schützen und ein exquisites Finish zu erzielen.

Die Beschreibung des Verfahrens ist natürlich nur ein grober Überblick zur Herstellung einer gespließten Fliegenrute.

Möchten Sie mehr darüber erfahren? Oder interessieren Sie sich für die Geschichte des Rutenbaus?
Sie können mich gerne jederzeit dazu befragen: robert.stroh@rs-flyfishing.de.

Zusätzlich verweise ich an dieser Stelle auf ausgewählte Literatur, welche sich mit Rutenbau und Historie ausführlich beschäftigt:

  • Garrison, E. & Carmichael, H. B. A Master’s Guide To Building A Bamboo Fly Rod. Far Hills, NJ, 1999: Meadow Run Press Inc.
  • Cattanach, W. Handcrafting bamboo fly rods. New York, 2000: Lyons Press
  • Gierach, J. Fishing Bamboo. One Man’s Love Affair with Bamboo Fly Rods. New York,
    1997: Lyons Press

 

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© RS-Flyfishing, Robert Stroh

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